Roland Drinhaus

Die Crux der Arbeitswelt





Zweitjob, Drittjob, Mindestlohn,
Harz und Stütze, Spott und Hohn,
Uberstunden, Urlaubssperre,
Burnout, Herztod, Blaskapelle.
Arbeit ist der Hauptbegriff,
ständig er im Wandel ist.

Automatisierungswahn,
digitale Autobahn,
Sharehold-Value-Maximierung,
defizite wegsanierung,
kalter Unternehmergeist,
der nicht nur Maloche heisst.

Arm und reich, soziale Schere,
Fachkraft Arbeitsmarktmisere.
Ungelernte Arbeitskräfte,
Arbeitswelt und Geldgeschäfte.
Die Suche nach dem Kompromiss,
wie David gegen Goliath ist.












Anmerkung:
Gemäß einer Meldung des heutigen Tages, haben Arbeitswissenschaftler
festgestellt, dass der 8 Stunden Arbeitstag nicht mehr zeitgemäß ist.
Sie empfehlen daher, die tägliche Arbeitszeit flexibel zu gestalten und
das gesamte System hin zu einer 48-Stunden-Arbeitswoche umzugestalten.
Hier beginnt wieder ein Diskussionsprozess bei dem insbesondere die
Gewerkschaften eine Gegenposition einnehmen.

Aus meiner Sicht gebe ich den Gewerkschaften Recht. Auch wenn
das obengenannte Arbeitszeitsmodell besonders den Großkonzernen,
deren Ziel es ist, den in Umfang und Zeit immer extremer getakteten
Auftragsgrößen durch eine flexibel gestaltete Arbeitszeit zu begegnen,
entgegenkommt, muss diese Aufgabe nicht zwangsläufig mit einer
Erhöhung der Wochenarbeitszeit einhergehen.
Aus meiner Sicht ist es sinnvoller, die vom Markt geforderte Mehrarbeit,
auf mehrere Arbeitnehmer umzulegen. In Zeiten wo die Digitalisierung
und Automatisierung der Arbeitswelt zunimmt, ist leider damit zu rechnen,
dass menschliche Arbeitplätze in Zukunft weniger werden; somit
verringert sich automatisch auch der Umfang der anfallenden Arbeitstunden.
Wenn diesem weniger werdenden Kontingent an Arbeit nicht mit einer
Verringerung der individuellen Arbeitszeit begegnet wird, wird sich zukünftig
die Menge der arbeitslosen Menschen vergrößern; dieser Prozess ist ohne
Eingreifen nicht aufhaltbar.
Doch was tun? Die Arbeiter würden eine Verringerung der Arbeitszeit nur
dann begrüßen, wenn dadurch ihr Lebensstandard (und gleichzeitig ihr
Verdienst) nicht sinkt.
Den Unternehmen ist es im Grunde genommen gleich, ob die vom Markt
geforderten Arbeitsleistungen nun durch mehr oder weniger Arbeitskräfte
bewältigt werden; prinzipiell sind ihre Arbeitszeitmodelle flexibel genug,
sich auf die entsprechenden Umstände einzustellen. Was sie aber auf
jeden Fall verhindern wollen und werden ist, dass sich die Arbeitskosten
nicht erhöhen. In diesem Falle haben sie ja die Möglichkeit, höheren
Arbeitskosten durch Automatisierung zu begegnen, oder ihre Produktion
in Billiglohnländer zu verlagern.
Somit kann es aus meiner Sicht nur der Markt sein, der in Zukunft die
höher werdenden Produktionskosten auffangen muss.

Das gelingt nur, wenn es global gelingt zum einen die Lebensstandards
in Billiglohnländern zu erhöhen und somit die (menschlichen)
Produktionskosten anzugleichen und gleichzeitig die durch
Robotisierung und Automatisierung wegfallenden Arbeitsplätze
durch eine entsprechende Steuer auszugleichen.

Was sie hier gelesen haben, ist nur eine prinzipielle Betrachtung
der Arbeitswelt; besonders der letzte Teil meiner Betrachtungen
erscheint leider deshalb auch sehr utopisch..... doch die genannten
Entwicklungen bahnen sich bereits ihren Weg und sind im Zuge der
Globalisierung nicht mehr aufzuhalten. Die Arbeitswissenschaftler
unserer Welt werden daher leider mit sehr sehr viel Mehrarbeit
rechnen müssen.
 

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