Irene Lichtenberg

Demokratie - ein Juwel, das neu entdeckt werden muss

 

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit,

auch nicht für unsere Gesellschaft.

Wir, die wir in Frieden und relativer Freiheit groß geworden,

halten sie für selbstverständlich und leicht.

Dabei ist sie wie jede Partnerschaft etwas wertvolles,

das sorgsam gepflegt werden will,

wofür man immer wieder kämpfen muss.

 

Vergesst nicht, was Demokratie bedeutet:

die höchste Kunst des Dialogs,

egal wie unterschiedlich die Positionen sind;

ein stetes Ringen um einen Konsens,

auch wenn es viele verschiedene Bedürfnisse

zu berücksichtigen und erfüllen gilt;

immer auch ein Verzichten auf eigene Ansprüche

zum Wohle des Großen Ganzen.

 

Demokratie bedeutet Streiten für Ideale,

jeder für seine Anschauungen

und alle zusammen für das Gemeinwohl.

Es bedeutet Flexibilität im Denken

und Kreativität in der Suche nach Lösungen.

 

Es gilt, das Wohl des Volkes im Blick zu bewahren,

und mit Weisheit und Weitblick die Zukunft zu gestalten

im Verbund mit den Nachbarn in Europa und der Welt.

Es geht um das Wohl unseres Volkes in der Völkergemeinschaft.

Nicht um einzelne Gruppen, nicht um einzelne Wähler,

nicht einmal um einzelne Völker.

Es geht darum, zum Wohle Aller den Frieden zu bewahren

und um unseren Wohlstand in gegenseitigem Respekt zu streiten.

 

Statt unterschiedliche Bedürfnisse mit Waffen zu verteidigen,

kämpft die Demokratie um Konsens,

statt die eigenen Ansichten durchzusetzen,

streitet die Demokratie um friedliche Lösungen

in gegenseitiger Achtung und Toleranz.

Das Ergebnis einer Wahl

ist immer auch Spiegelbild unserer Gesellschaft,

und muss als Aufgabe angenommen werden.

 

Sich dem Dialog zu verweigern

heißt sich vor der Demokratie zu drücken.

Die einzigen Alternativen aber sind Knechtschaft,

Krieg und Terror.

 

Ein Regierungsbeschluss muss immer ein Konsens aus allem sein,

sonst wird der demokratische Sinn verfälscht.

Hütet Euch vor einfachen Lösungen,

sie bergen nur allzu oft faule Kompromisse,

die auf lange Sicht der Gesellschaft und ihren Werten schaden.

 

Macht Euch bewusst, was Demokratie bedeutet.

Habt Achtung vor den Andersdenkenden,

sie sind das Salz des politischen Alltags,

durch sie bleibt die Gesellschaft in Bewegung,

durch sie wird notwendige Veränderung erst möglich.

 

Entdeckt erneut die Qualität des friedlichen Streitens,

denn allein darin liegen Lösungen, Kompromisse und Einigungen,

die allen gerecht werden.

Nur so kann Gemeinwesen funktionieren:

Entschlüsse, die nicht immer jedem gefallen,

doch mit denen alle leben können.

 

Demokratie mag nicht der Himmel auf Erden sein,

doch für Freiheit und Selbstbestimmung ist es das Beste,

was der Mensch in der Gesellschaft bislang errungen hat.

Es wird Zeit, uns auf die Grundprinzipien zu besinnen,

um auch in Zukunft in Freiheit, Wohlstand und Frieden

leben zu können.

Lasst uns alte Werte wieder mit Leben erfüllen:

Lasst uns beginnen mit:

Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.    

 

 

 

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Irene Lichtenberg).
Der Beitrag wurde von Irene Lichtenberg auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.11.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Die Autorin:

  Irene Lichtenberg als Lieblingsautorin markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Den Wind jagen: Haiku von Heike Gewi



Alle Haiku-Gedichte in "Den Wind jagen" von Heike Gewi sind im Zeitraum von Januar 2008 bis 2012 entstanden und, bis auf einige Ausnahmen, als Beiträge zur World Kigo Database zu verstehen. Betreiberin dieser ungewöhnlichen Datenbank ist Frau Gabi Greve. Mit ihrer Anleitung konnte das Jemen-Saijiki (Yemen-Saijiki) systematisch nach Jahreszeitworten für Bildungszwecke erstellt werden. Dieses Jahr, 2013, hat die Autorin die Beiträge ins Deutsche übersetzt, zusammengefasst und in Buchform gebracht. Bei den Übersetzungsarbeiten hat die Autorin Einheimische befragt und dabei kuriose Antworten wie "Blaue Blume – Gelber Vogel." erhalten. "Den Wind jagen" heißt auch, Dinge zu entdecken, die sich hoffentlich nie ändern. Ein fast unmögliches Unterfangen und doch gelingt es diesen Haikus Momente und zeitlose Gedanken in wenigen Worten einzufangen und nun in dieser Übersetzung auch für deutschsprachige Leser zugänglich zu machen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Politik" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Irene Lichtenberg

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Musik! von Irene Lichtenberg (Musik)
Die Drei im Ruderboot von Robert Nyffenegger (Politik)
Für Leit de i mog von Anna Steinacher (Mundart)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen