Hans-Werner Lücker

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder
 
Es strömen Massen in die Stadt
zum Weihnachtsmarkt, der heute startet.
Erst isst man sich an Bratwurst satt –
dann geht ’s zum Glühwein, der schon wartet.
 
Man schreibt BESINNUNG riesengroß,
hängt daran eine Lichterkette,
kauft sich aus Langweil’ noch ein Los
und Kinder plärren um die Wette.
 
Die Mutter setzt auf ’s Karussell
ihr dickes Kind – samt Zuckerwatte –
und läuft zum Glühweinstand dann schnell:
Dort liegt besinnungslos ihr Gatte.
 
Sie drängt durch Gaffer sich nach vorn,
aus Boxen brüllen Weihnachtslieder,
in die sich mischt das Martinshorn
der Retter – „Alle Jahre wieder...“
 
copyright H.W.L.

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Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …

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