Robert Nyffenegger

Dorfweihnachten

Im Dorf gibt`s den gemischten Chor,
Der hat an Weihnachten was vor.
Der Liederstrauss ist das Problem,
Was dies Jahr denn in Frage käm?
 
Im Dorf, die vielen Religionen,
Die möcht man keinesfalls verschonen.
Die Christen, Juden und Muslime
Zum Singen bringen mit Routine.
 
Man möcht sie gerne integrieren,
Zum Angewöhnen an Manieren.
An fremde Sitten zu gewöhnen,
Zusammen führen und versöhnen.
 
Kein Lied gibt es, das alle kennen.
Um wirklich gar nichts anzubrennen,
Wird nur gesummt, heisst ohne Worte,
Mal leise und dann wieder forte.
 
Dank Schlagzeug, Pauken und Trompeten,
Ist Weihnachten ganz ohne Beten,
Ein Riesengaudi dann geworden.
Nur Christen taten überborden.

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