Hans Fritz

Rückkehr in die weihnachtliche Stadt


Zu später Winterabendstunde,
wenn die Welt liegt grau und fahl,
zaubert letzter Sonnenstrahl
Wipfelgold im Eichengrunde.

Blick auf verschneite Hügel,
wo abendrötlich letzte Male
wie sanft mahnende Signale
erlöschen unter Nachtalbs Flügel.

Mondschein weist den Weg.
Wenn die Nacht anbricht,
gleitet fahles, mattes Licht
über alten hölzern Steg.

Tief über trister Brache
Schatten kreisen unentwegt.
Von rauen Winden blankgefegt,
zu Eis erstarrt die Lache

Am Ende gut bestellter Flur,
wo der Gärten Winterrast
in Zäunezwänge eingefasst,
gewinnt die Stadt Kontur.

Protzig Promenadenflimmer
Sterngefunkel projiziert.
Sich im Himmelslicht verliert
einsamer Kerze Schimmer.

Und da kommt der Weihnachtsmann,
unter rosa Wattewolkenschwaden,
auf Rentierschlitten hoch beladen -
es ist ein Silberhirschgespann.

Wenn Märchen sollen werden wahr,
so sei doch Jahr für Jahr,
in träger Tage Weit und Breit,
Weihnachten die rechte Zeit.

 

 

Allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest!Hans Fritz, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.12.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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