Irene Lichtenberg

Gewalt im Straßenverkehr

Aggression fährt mit,

im Straßenverkehr von heute.

Gewalt sucht und findet ein Ventil,

wenn Autofahrer hinter’m Steuer sitzen

und um jeden Meter Straße kämpfen.

Autos ähneln Panzern:

massige Größe in schwarz oder silber.

Je größer und stärker, desto besser:

Wir kehren zurück zu martialischen Mustern.

 

Die Verlierer sind kleine, schwächere Autos,

die überholt, abgedrängt und genötigt werden.

Die Verlierer sind Jene, die unsicher sind

und vorsichtiger fahren als andere.

Das Recht des Stärkeren im Straßenverkehr

setzt Rücksicht, Vorsicht und Vernunft

außer Gefecht.

Gewalt, die im Alltag keinen Ausdruck findet,

verschafft sich Luft im Umgang

mit anderen Verkehrsteilnehmern.

Hass, Neid und der Wille zu dominieren

bricht sich Bahn, sobald der Motor läuft.

 

Dominanz in Blech und PS

duldet keine Unachtsamkeiten oder Langsamkeit.

Wer zögert, hat schon verloren.

Wer nicht zügig mit dem Verkehr schwimmt,

wird gnadenlos gejagt, beschimpft und bedrängelt.

Beschimpfungen, Drohungen und Flüche

dringen nicht durch schwarze Karosserien,

solange der Hass noch Grenzen hat.

Doch die Grenzen werden durchlässiger,

die Drohungen immer deutlicher und plastischer

für diejenigen, die im Weg sind.

 

Denkt daran, wenn Ihr wieder im Auto schreit,

auf die Hupe drückt, damit der Vordermann

endlich schneller reagiert.

All das ist Gewalt gegenüber Anderen.

Verkehrsteilnehmer teilen sich

Nur noch in Winner und Looser,

 

Es wird Zeit, auch der Menschlichkeit

einen Platz im Auto zu reservieren.

Nicht morgen und nicht irgendwann.

Heute ist der richtige Tag, um damit anzufangen,

hinter’m Steuer gelassen zu bleiben.


Echte Gewinner müssen nichts beweisen,

müssen nicht im Panzer fahren,

müssen andere nicht dominieren.

Es wird Zeit für mehr Frieden und Gelassenheit,

es wird Zeit für mehr Miteinander im Straßenverkehr.

 

 

 

 

 

 

 

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