Horst Werner Bracker

Es ist Sommer und ich friere!

Es ist Sommer und ich friere!
 
Ballade der vergessenen Toten
 
Den Blick gesenkt, flanieren
Die Gedanken durch den Park
Die Zeit will kollaborieren,
Mit Gleichgültigkeit und Verrat!
Die empörten Kräche der Stille -
Stören des Waldes schweigen
Trotz totaler Windstille-
Die Bäume, - sich Endzweigen
Ein Rufer segnet die Toten
Die lange schon vergessen sind
Verwüstete Gräber der Devoten
Der Wind hat die Harfen gestimmt
Warum, - habt ihr uns vergessen?
Wir sind auch für euch gefallen! –
Ihr überließt uns stattdessen
Der Natur! Der Friedhof, - zerfallen –
Still und betrübt, mit nassen Augen
Geh ich durch den Wald der, Vergessenen
Was ich seh', mag ich kaum glauben!
Zerstörung, Chaos, ehrlos und verstoßen
Grabplatten verwüstet, zerstört, zerschlagen
Ich beginne, zu lesen: in Liebe für immer!
Wollen Mama und Papa, dir sagen . . .
Nein,- nein, es gibt keine Kriegsgewinner!
Johann 20., Karl 22. Edmund 30. Paul 19.
Mein Gott, - ich kann sie nicht zählen!
Ihre Zahl ist doch so unendlich groß!
Und doch, - will ich mich nicht davonstehlen
Will den vergessen Toten, der Grüfte Öffner, sein!
Denn keiner der Toten hat den Krieg gewollt!
Sie wurden gepresst, gezwungen, - allein! -
Kämpft fürs Vaterland! Der Ehre! Dem Volk!
Freddy sang: Vergangen, vergessen, vorüber
Doch nur Mutter Natur, hat sich gekümmert
Sie deckte ihren Mantel des Lebens darüber
Sie, - hat nicht, die Gräber der Toten zertrümmert
Die Wut, das Elend, die unendliche Scham
Zur Hölle mit den gehorsam und Kriegsgeschrei!
Wann ist's endlich vorbei mit dem Wahn?
Zu viele Kriege, - die wir schon sahen?
(12.01.2018) e Storie*

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