Ernst Dr. Woll

Die 6 Sinne

Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken, Riechen

erklärten die Philosophen der alten Griechen

als Fähigkeiten, diese Reize wahrzunehmen,

die nur dem Mensch und höheren Tieren zukämen.

Neben diesen 5 Sinnen gibt es heute den 6. Sinn,

den nahm man früher als was Mystisches hin.

Davon ist man anscheinend völlig abgekommen,

Gleichgewichtswahrnehmung ist dafür aufgenommen.

Sich räumlich zu orientieren, zu halten Körperbalance

ist nunmehr erkannt als sechster Sinn voll und ganz.

 

Wenn ein Sinn nun nicht funktioniert,

manch einer dann den Mut verliert.

Ist gleichwohl jemand davon betroffen,

sieht man ihn auf Heilung hoffen.

Gefragt wird aber auch häufig dabei,

welcher Sinn der wichtigste wohl sei?

Wir haben also 6 Sinne an der Zahl

und stellte man jemand vor die Wahl,

welchen gibt er feiwillig davon weg

bekommt fast jeder einen Schreck.

 

An einigen Beispielen will ich analysieren,

was kann bei Sinnesausfällen wohl passieren:

Wenn ich nicht sehe was du machst,

ich höre allerdings wenn du etwa lachst,

worüber das bleibt mir verborgen

und das bereitet mir dann Sorgen,

denn man könnte mich auch necken,

für mich ungesehen die Zunge raus stecken.

Wäre also eventuell das Wichtigste das Sehen?

Man könnte mich dann schwerer hintergehen.

 

Sehe ich aber ein lachendes Gesicht

Töne dazu höre ich jedoch nicht,

vermag ich schwer zu differenzieren,

ob andere sich über mich amüsieren.

Also reicht das Sehen nicht allein,

könnte Hören vielleicht wichtiger sein?

 

Etwas zu fühlen kann mir sehr nützen,

kann mich häufig vor Gefahren besser schützen,

ferner vermag beim Austausch von Zärtlichkeiten

das Fühlen mir großes Glücklichsein bereiten.

Könnte man deshalb das Fühlen als wichtigstes nennen?

Das würde wahrscheinlich der Blinde nicht anerkennen;

was nützt es ihm, er fühlt, steht vor einem Tier,

sieht dessen Verhalten nicht, ist es eine Gefahr gar hier?

 

Ohne Geschmacksinn entgeht mancher Genuss,

wäre es erträglich, wenn man darauf verzichten muss?

Wem dieser Sinn aber fehlt, sich gegen dieses Entsagen wehrt,

ihm erscheint dadurch vieles nicht mehr lebenswert.

Wäre es vielleicht am hinnehmbarsten ohne Geruchssinn,

und in bestimmten Situationen sogar ein Gewinn?

Man müsste widerlichen Gestank nicht ertragen,

freilich, wie es gerade riecht müsste man dann erfragen.

Verständlicher Weise kommt Protest von Leuten,

die sich wohl gern auch mal an Wohlgerüchen erfreuten.

 

Wenn jemand das Gleichgewicht nicht halten kann,

glaubt bestimmt, er sei damit am schlechtesten dran.

Die, bei denen es an einem anderen Sinne fehlt

widersprechen hier, denn sie meinen, es zählt

nicht ein erkranktes Organ im Ohr, eine Beschwerde,

dass dieser Sinn damit etwa zum Wichtigsten werde.

 

Aus dem Dargestellten lässt sich erkennen:

Der wichtigste Sinn ist kaum zu benennen!

Mensch und höhere Lebewesen meistern deshalb nur

mit 6 intakten Sinnen alle Anforderungen in der Natur.

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