Ingo R. Hesse
Nachts am PC
Um 3:00 Uhr nachts ich heut‘ erschrak
Und fiel aus meinem schönen Traum,
In dem die Fee noch auf mir lag
Dort unter diesem Lindenbaum.
Just hatte sie mir wohl erklärt,
Was mir alsbald würd‘ angediehen,
Und ich noch müde und verklärt,
Hätt‘ ihr wohl einiges verziehen.
Doch nun war schon mein Auge wach,
Und mit ihm auch die Knochen.
So schlurfte ich durchs Schlafgemach,
Um mir Kaffee zu kochen.
Zurück von meiner Feuerstelle,
Warf ich den Rechner an,
Um nur zu schauen auf die Schnelle,
Was andere Alte wohl getan.
Wer hat geschrieben, wer geblogt,
Wer ist verliebt, wer voller Häme,
Wer ist geduldig, wer geschockt,
Wer hat gehofft, dass ich bald käme?
Doch wie so oft im Cyberland,
War auch nichts los in dieser Nacht.
Ein Grund zum Schlafen wie ich fand,
Und das hab ich sodann gemacht.
Im Traum hab ich die Fee gesucht,
Mich unterm Lindenbaum platziert,
Und dann, als hätt‘ ich sie gebucht,
Erschienen sie zu viert.
Ich weiß nicht welche schöner war,
Und welche diese Strapse trug.
Ich sah die vier nur hell und klar,
Bekam fast nicht genug!
Und dann war ich doch sehr erstaunt,
Als sie um Autogramme baten.
Die schönste hat geraunt, …
Nein das wird nicht verraten!
Auf jeden Fall geh ich heut schlafen,
So früh wie es nur möglich ist!
Und such die Feen, die mich trafen,
Damit mich keine je vergisst!
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.01.2018.
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