Patrick Rabe
Zarte Morgenröte
Ich habe mich mit dir vermählt,
dem schönen Morgenrot,
doch hielt nicht aus, was dich so quält,
wurd' hart und schlug dich tot.
Da wurdest du ein Stern zur Nacht
und schienst in meine Pein,
du hast mein Irrsal still bewacht,
ich ging den Weg allein.
Doch tötete mich bald die Welt,
des Teufels Sauerteig,
der Pharisäer schmutzig' Geld
führt nicht in Gottes Reich.
Da flehte ich dich an: "Vergib!
Ich war ein alter Narr!
Du bist und bleibst doch meine Lieb',
mach's wieder, wie es war!"
Da kehrtest du in mich zurück
und heiltest sanft mein Herz,
du bist und bleibst mein Lebensglück,
gehst mit mir himmelwärts.
Und meine Liebe wohnt in mir,
ich bin nicht länger blind,
bin weise, weil vermählt mit ihr,
die Wahrheit ist ein Kind.
© by Patrick Rabe
23. Januar 2018, Hamburg.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.02.2018.
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