Angie Pfeiffer

Du nervst, mein Schatz

Ich könnte schreien bei dem Satz:
„Wir sind spät dran, beeil dich, Schatz!“
Wenn ich noch in der Dusche fluche
und hektisch nach dem Shampoo suche.

Ich bin im höchsten Maß gestresst,
wenn du Klamotten liegen lässt.
Ich hass’ es, wenn im Flur vom Schnee
ich deine Fußabdrücke sehe.

Mich stört es tierisch wie du guckst,
wenn du nach deinem Handy suchst.
Es nervt, wenn du am Morgen schon
rumfummelst mit dem Telefon.

Dazu das Radio laut an,
dass ich mich kaum beherrschen kann.
Dann singst du auch noch falsch und laut!
Oh Gott, wie das den Tag ver(dirbt)!

Doch was mich richtig fertig macht
ist, wenn ich auch nur eine Nacht
allein und einsam schlafen muss.
Ganz ohne dich und Einschlafkuss.

Das wirft mich völlig aus der Bahn.
Drum lass ihn liegen, deinen Kram.
Such weiter nach dem Telefon,
spiel Radio am Morgen schon.

Taps ruhig mit nassen Schuhen ’rum.
So wirklich nehm' ich dir‘s nicht krumm.
Und wenn ich meckere - grins ruhig weiter.
Du bist und bleibst mein Spitzenreiter.

© by Angie

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.02.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Das Mädchen aus Oberschlesien von Brigitte Hanisch



Das kleine Mädchen Brigitte wächst wohlbehütet in einer Großfamilie im katholischen Oberschlesien auf. 1938 siedeln die Eltern mit Brigitte nach Kiel um. Dort wird Ihre Schwester Eva-Maria geboren. 1939 beginnt der Krieg und Kiel wird besonders gebeutelt. Entsetzliche Jahre für das kleine Mädchen. Tag und Nacht Bombenangriffe. Hungersnot und immer die Angst um den Vater. Das Mädchen ist seelisch in einem so schlechtem Zustand, dass die Eltern Brigitte nach Oberschlesien zur Schwester der Mutter schicken. Dort wird sie eingeschult und geht auch in Schomberg zur ersten heiligen Kommunion. In den nächsten Jahren pendelt sie hin und her. Kinderlandverschickung nach Bayern, Kriegserlebnisse in Kiel, danach wieder zurück nach Oberschlesien zur Erholung. Dort aber hat sie große Sehnsucht nach ihrer Schwester und den Eltern und fährt deshalb Weihnachten 1944 nach Kiel zurück. Das ist ihr Glück, denn im Januar 1945 marschieren die Russen in Beuthen ein.
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