Paul Rudolf Uhl
MODERNE LYRIK
Unser verstorbener Dichterfreund Heinz Saering hatte es so formuliert:
So mancher Dichter meint wohl grad:
Ich mache einen Wortsalat
und überlasse es den Leuten,
dort einen Sinn hinein zu deuten…
Wer’s nicht versteht, der sagt zu sich:
„Vielleicht ist es zu hoch für mich!“
In bairischer Mundart habe ich es so ausgedrückt:
Heit fojt mia goar koa Thema ei,
zu dem a Versal schreibm i kannt;
und de Erotik – mei omei –
de is vielleicht dann doch z brisant.
I hob s! - An Durchanand bring i,
so Zeigs, ganz ohne jedn Sinn -
des heart si schiaf o – Sakradie!
Dann sehgn d Leit, dass en vogue i bin.
Dessejbe gibt’s in da Musik
und in moderna Malerei…
So moana d Leit: Vasteh s zwar ned,
doch Hauptsach, i bin mit dabei…
Wann oana doch zun Frogn si traut,
wos mei Gedicht iatzt moana ko,
sog i: „Metaphern zun vasteh,
konn ned a Jeda – s is hojt so“…
P.U. 10.02.18
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.02.2018.
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