Robert Nyffenegger

Vom Stehpisser zum Sitzpinkler

Die Welt hat sich sehr stark gebessert,
Ich meine bloss die Männerwelt.
Es wird Toilette nicht gewässert,
Weil dies den Frauen sehr missfällt.
 
Was früher Mann war, ist jetzt Männchen
Und trägt das Baby vor dem Bauch.
Rührt fleissig Babykost im Pfännchen
Und putzt das Kinderfudi auch.
 
Es macht jetzt frei die halbe Woche,
Und saugt die Wohnung blitzeblank.
Es steht mit Freude unterm Joche
Und freut sich bloss auf ihren Dank.
 
Es macht Kotau den ganzen Abend
Und selbst am Morgen in der Früh.
Sie meint dann endlich, echt hochtrabend,
Wenn`s sein muss, komm, mach das Debüt.
 
Bald schon kommen die Barbaren,
Sind zum Teil längst importiert.
Siehe doch der Frau Gebaren,
Wie sie ihnen applaudiert.
 
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.02.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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