Gerhard Krause

Das erste und letzte mal

So war’s, es ist siebzig Jahr her
passierte mir da ein solch Malheur.
Mein Schwager Helmut,  Kohlenpottler
war auch ein guter Wassersportler
der kam vor Weihnacht nach Bayern
um hier das heilige Fest zu feiern.
Meine Mutter schickt uns beide fort
um einzukaufen im nächsten Ort,
beim Bäcker Brot, beim Fleischer Wurst.
Der Helmut hatte nun auch Durst
so kehren wir ganz unbeirrt
im Gasthaus ein, beim Kronenwirt.

Bestellen uns ein Schnaps und Bier
der Helmut sagt: ‘lass die Flasche hier‘
und in den nächsten so zwei Stündchen
schmeckt uns die Wurst und manches  Pinchen.
Dann  war die Flasche nun fast leer
und wir konnten auch nicht mehr.
Der Wirt er sagte geht nun hier raus
sonst findet ihr nicht mehr nach Haus.
Obwohl viel Schnee und bitter kalt
wärmten wir uns von innen halt.
wir sangen laut fröhlich Lieder
erreichten spät die Einöd wieder.

 Kaum war ich in dem warmen Zimmer
fiel ich um, es kam noch schlimmer
es drückte nun der volle Magen
der konnte keinen Schnaps vertragen
und es ist dann noch so gekommen
im Eimer ist die Wurst geschwommen.
Man brachte mich ohne mein wissen
zum Rauschausschlaf ins Ruhekissen.
War anderntags ausgeschlafen und lachte
wollt sehen was der Helmut machte
der war nicht zu sprechen, sein Kopf ein brummen
als wenn eine Millionen Bienen summen.

Hab‘  was gelernt, ich fühl mich wohl,
mir geht es auch gut ohne Alkohol.
Ist eine Feier, dann stoß ich mit an,
doch nippe ich nur,  das war es dann.
Dass ich kein Grimms Gram bin und gewesen,
lässt sich aus meinen Gedichten lesen.

13.2.2018                                                                  Gerhard Krause

 

 

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