Horst Fleitmann
Sommertag im Ruhrgebiet
Kohlenberge, riesen Haufen,Halden voll verglühter Schlacke,
mittendrin eine Baracke.
Gleise die ins Nichts verlaufen.
Brombeerranken wachsen wild,
neigen sich mit spitzem Dorne
über Zäune meist nach vorne
Spielverbot steht auf dem Schild,
das vom Rost nur wird gehalten.
Ewig steht es dort am Wege.
Alte Frau pflückt Brombeer‘n rege,
braucht sich ans Verbot nicht halten.
Nebenan wächst der Holunder.
Der Geruch der Kinderzeiten
gaukelt vor Geborgenheiten.
Ach es ist mir wie ein Wunder.
Und ich schließe meine Augen
Steh nun unterm Birnenbaume
suche in dem Kindheitstraume
die Gerüche einzusaugen.
Für Momente bin ich selig,
spüre auch wie‘s Herze blutend
denkt an unsre heut‘ge Jugend
Sie verpasst doch nicht zu wenig.
Schweigend gehe ich nach Haus
hör‘ im Geist die Freunde Lachen,
spielen, toben, Späße machen.
Leiser wird’s… der Traum ist aus.
© Horst Fleitmann 08/2017 Vorheriger TitelNächster Titel
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.03.2018.
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