Andreas Vierk

Aufwind


Der erste Vers: Geburt im Storchennest,
die Schlange Ewigkeit schon in den Lenden.
Die weiße Schlange Tod umschlingt sie fest.
Die Augen klettern in den Nebelwänden.

 

Der fünfte Vers durchwärmt dich mütterlich,
weil wie ein Schlinggewächs der Genstrang glüht
der zweiten Strophe unerschütterlich,
und sich die Welt als Storchin emsig müht,

 

als Lichtnetz dein Gefieder zu umweben.
Dein Flug darin: wie ähnelt er dem Leben!
Er scheint dir silberweich im Abendrot.

 

Schon will die Wasserschlange in dir hellen,
und in den Schultern dämmert Regenbrot,
und vierzehnstrahlig wiegst du in den Wellen.


 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.03.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Septemberstrand: Gedichte Taschenbuch von Andreas Vierk



Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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