Manfred H. Freude

Mein Jahreszeitengedicht


Als ich das Licht erblickte in allem Jahr
beginnt, nicht wissend wie es endet mit ersten Sonnenstrahlen
flott das frische grün aus kalten Böden treibt
und junge Triebe an die alten Stämme
und pumpt den grünen Saft in frische Blätter

Die Sonne die ich wieder rief macht mir den Oberkörper frei
und wieder braun die Haut wie Bernstein
und badet in den Weihern und den Bächen
als ich vor Freude springen konnte hoch am Mittag
tanzte ich im Licht, das auf den Wellenkronen funkelt

Doch auch das tanzen macht mich müde
und auch das satte grün wird gelb und rot und braun
und fällt hinab bedeckt die Erde wie ein Fell
schläft ein und wartet das es werde faul
und dunkel wird die graue Welt und sternenlos das Himmelszelt

Schon naht der Abendfrost und Winterschnee und Hagelkälte
Sterben tut man hier genug unter weißem Leichentuch
die Sonne hat sich schon begraben; auf dem Felde suchen Raben
das alte Werk, ist fast zerbrochen noch nicht das Neue
angekrochen, kommt es aufs Neue in den Schoß






Aachen, 4.06.2004

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Buch von Manfred H. Freude:

cover

FREUDE - Das dichterische Werk 2002 - 2006. Freude beim Lesen von Manfred H. Freude



Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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