Horst Fleitmann

Knutschen im Pott von damals

Gestan hapta euch gefreut
für, datt watt ich euch geschriem
vonnen Pott un seine Leut'.
Für die, die mich treu gebliem,

geb ich nomma gezz son bissken
watt zum freun. Hier könnta lesen
wie dat mit die lecka Schicksen
Inne Sechziger gewesen.

Kea watt waarn dat klasse Öhnen
un wir waarn hinter se her.
Klar... du musstes für se löhnen 
Kino vor-,  Eis hinterher.

Waahsse ma mit se alleine 
hasse ein auf lieb gemacht.
Nur die Jungs mit imma keine 
hamm dich dafür ausgelacht.

Abba dat waar ganz egal. 
Konntze irgendwo ma knutschen 
(un datt ging nich übbaall) 
tat dir's Herz in Hose rutschen.

Sah dich einer, waahs ne Qual.
Dafür  wurdsse hochgenommen
und dann hammse auf einmal
dich nich mehr für voll genommen.

Datt waar, könnta mir echt glauben 
un ich rede hier kein Stuss,
purer Neid in meine Augen.
Dafür gab's watt auffe Nuss.

Wenn die Schicksen Irbschen wuchsen
wurden se auf einma ösig
dann musstesse Pläte putzen 
denn gezz waarn die ältren König. 

Nach zwei Wochen oder drei
wollten se zu dich zurück, 
weil die große Fummelei
se wohl nervte schonn so'n Stück.

Dann, ich kann datt hier erwähnen,
jeder hat dat mitgemacht,
liefen bei die Schicksen Tränen,
hatt's dir neu watt angelacht.   

Heute iss dat lange her
waar doch klasse unsre Zeit. 
Öhnen siehsse keine mehr
Tienies heißen se wohl heut.

© Horst Fleitmann, 2018

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Horst Fleitmann).
Der Beitrag wurde von Horst Fleitmann auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.04.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Gut, dass es dich gab, Muttchen ... von Ursula Aswerus



Sven, ein achtjähriger, aufgeweckter Junge, versteht seine kleine Welt nicht mehr. Unversehens bricht die Pflegefamilie, die ihn als Säugling aufgenommen hat, auseinander. Die heißgeliebte Pflegemutti Erika erkrankt schwer. Ihr harter Mann Richard bringt Sven in ein Kinderheim, in dem der Junge fast zerbricht. Eine mütterliche Frau gibt dem Leben des Jungen eine neue Wende. Sie schenkt ihm Liebe und Fürsorge. Als Erika, seine frühere Pflegemutter, Sven nach vielen Jahren wiederfindet, übt sie Verzicht. Ein Mutterherz vermag viel.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Mundart" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Horst Fleitmann

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Unverhofftes Wiedersehen von Horst Fleitmann (Humor - Zum Schmunzeln)
Moral (3) von Paul Rudolf Uhl (Mundart)
Gute und schlechte Tage von Rainer Tiemann (Gedichte für Kinder)