Wally Schmidt

Der alte Bistrotisch

 

 

Ich gucke täglich wie gebannt,

auf den Tisch, der einst im Bistro stand.

Ein paar Kerben und viele Schnitte,

ein kleines Brandloch in der Mitte.

Denke, was hat der all' doch geseh'n,

und darf jetzt in uns'rer Küche steh'n.

Wieviel Pastis wurden an ihm getrunken,

von netten Menschen und Halunken ?

Und bestimmt ganz viele Kartenspiele,

die manchmal hatten dann zum Ziele,

den ander'n über's Ohr zu hauen,

und den schönen Tag ihm zu versauen.

 

Es sassen dran sehr nette Männer,

vielleicht sogar auch ein paar Penner.

Man diskutierte mit Geschick

über die ganz verkorkste Politik.

Manches mal da war es witzig,

doch oft laut und auch mal hitzig.

 

 

Auch bei uns da hat der Tisch Geschichte,

ich sitz' an ihm, schreib nachts Gedichte.

Täglich findet an ihm immer statt

unser Essen, bis wir richtig satt .

Mit Nachbarn, Gästen sitzen wir,

an unser'm Tisch und trinken Bier.

 

Und für unser liebes, kleines Kätzchen ,

ist dort schon lang ihr Lieblingsplätzchen.

Es regt mich immer wieder richtig auf,

doch das kleine Luder liegt darauf.

 

Für mich war es schon immer Brauch,

auf den Tisch gehören Blümchen auch.

Die laden dann zum Frohsinn ein,

der Tisch, der soll nicht nackig sein.

 

Wollt ihr an unser'm Tisch mal sitzen

bei Wortgefechten tüchtig schwitzen,

dann lade ich euch alle heute ein,

es wird bestimmt gemütlich sein.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.04.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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