Gerhard Krause

Gedanken zum Muttertag

Es ist schon dreiundsiebzig Jahre her,
da lag ich mit einem Gewehr
und Handgranaten an einem Band
geschützt vom Baum am Waldesrand.
Ich war Soldat und fast siebzehn Jahr
und hasste die Gewalt und die Gefahr.

Es galten hier nur die Befehle
und müsste ich auch durch die Hölle.
In letzter Nacht der Russe kam
‚ne Villa so im Handstreich nahm,
sie war auch uns strategisch wichtig
sie wieder zu nehmen war richtig.

In einer Stunde soll der Angriff starten,
solange heißt es still sein, warten.
Gedanken kommen und Gedanken gehen,
ich möcht die Heimat wieder sehn.
Bei Eltern und Geschwistern sein,
ich wär‘ zu gerne wieder daheim..

„Beschütze liebe Mutter mich“
um dieses bitte ich heute Dich.
Dann hör ich einen kurzen Pfiff
das Zeichen für den Sturmangriff.
Es krachte und blitzt ringsumher
und eine starke Gegenwehr

Seit dem waren zwei Jahre vergangen
nach Mutter suchte ich mit Bangen
und fand sie fern der Heimat, Not an allem
und Vater war im Krieg gefallen.
Sie hatte nun ein schweres Leben,
nimmt‘s auf, ihrer Kinder wegen.

All ihre Mühen und ihr Streben
und alles was sie uns gegeben,
das war für sie des Lebens Sinn
und da sah sie Erfüllung drin.
Als ihre Kraft am End‘ ging sie von hier,
für alles, liebe Mutter, danken wir dir.


13.5.2018                                                    Gerhard Krause

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