Gabriele Förster-Wöbke

Gemischtes (3) (12 Limericks)

  1. Es lebte in Frankfurt ein Weber.

    Den kannte am Main wohl ein jeder.

    Er fand keine Sau,

    doch er war sehr schlau.

    Das Schwein nahm sich eben 'nen Eber.
     

  2. Vom Rhein kommt die Kunigunde.

    Sie ist dort in aller Munde.

    Doch hier kennt sie keiner.

    Vielleicht noch der Reiner.

    Drum schwimmt sie nach Hause, am Grunde.
     

  3. Einst lag in der Küchenschublade

    eine dicke und fette Made.

    Am Zacken der Gabel,

    so voll mit dem Nabel,

    Wie weich war doch die Marmelade.
     

  4. Es war mal ein Alter in Gießen.

    Der hatte kein Haar mehr zum Sprießen.

    Er machte sich Mut

    und nahm seinen Hut.

    Mit Hut war er wirklich zum Schießen.
     

  5. Es stand mal ein Wurm im Regen.

    Der konnte sich nicht mehr bewegen.

    Er stand ohne Spaß

    im nassen Gras,

    denn Regen bringt nicht immer Segen.
     

  6. Einst lebte in Hamburg ein Gaul.

    Der war für die Arbeit zu faul.

    Erst hatte er Durst.

    Dann wurd' er zur Wurst.

    Jetzt stopfen sich andre das Maul.
     

  7. Ein Hase lief über die Auen

    im frühen Morgengrauen.

    Der Schuss, der saß.

    Das war ein Spaß.

    Des Jägers Fuß war ein Grauen.
     

  8. Rotkäppchen wollte zur Oma.

    Doch die Oma lag im Koma.

    Sie packte schnell ein

    das Brot und den Wein,

    denn die Oma hatte Aroma.
     

  9. Es saß eine Frau auf den Bänken.

    Die konnte nur Limericks denken.

    Das wurd' ihr zu viel,

    das komische Spiel.

    Sie musste sich erst mal verrenken.
     

  10. In Wesel, da lebte Brunhilde.

    Brunhilde war eine ganz wilde.

    Dann wurde sie krank.

    Es hieß "Gott sei Dank".

    Seitdem war ihr Esel auch milde.
     

  11. Einst war eine Dame zur Kur.

    Die stolzierte über den Flur.

    Erhoben der Kopf

    mit sehr langem Zopf.

    Sie trug auf der Tour ein Hemd nur.
     
  12. Die Tussnelda lebte in Herne.

    Doch hatte sie dort niemand gerne.

    Das fand sie doof,

    mit Haus und Hof

    zog sie in die Ferne nach Werne.
     

    (© 2018 Gabriele Förster-Wöbke)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Gabriele Förster-Wöbke).
Der Beitrag wurde von Gabriele Förster-Wöbke auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.05.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Endstation Zoo Ein Bahnhof sagt Adé (Lyrische Hommage) von Jakob Wienther



Sein offizieller Name lautet Berlin Zoologischer Garten. Bekannt ist der Bahnhof Zoo, wie im Volksmund genannt, weit über die heimatlichen Grenzen hinaus. Er ist Mythos und Legende zugleich und kann auf eine mehr als 100 jährige, bewegende Geschichte zurückblicken.

In der vorliegenden Hommage vereinen sich Gedanken, Hoffnungen und Wehmut über diesen Bahnhof und den nahe gelegenen Kurfürstendamm.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Limericks" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Gabriele Förster-Wöbke

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Praktisch veranlagt von Gabriele Förster-Wöbke (Humor - Zum Schmunzeln)
Rate rate wer ist das ? Heute drei ! von Wolfgang Luttermann (Limericks)
Notlüge von Rainer Tiemann (Tabuthemen)