Horst Fleitmann

Verfall

Ein Herr sieht sich im Spiegel an,
erkennt dort einen fremden Mann.
Was suchst Du hier ruft er empört,
weil ihn sein Gegenüber stört.

Ich kenne dich. Du wohnst zwar hier,
du isst mein Brot, du trinkst mein Bier,
liest meine Bücher unentwegt,
die auf den Nachttisch ich gelegt,

liebst hinterm Rücken meine Frau,
streit' es nicht ab, ich weiß genau,
holst meine Rente von der Kasse
und gibst sie aus (wie ich das hasse).

Und jetzt blickst Du mir ungeniert
ins Angesicht, dass es mich friert.
So streitet er ganz vehement,
mit sich, weil er sich nicht erkennt.

Das hört sich despektierlich an?
Das ist es nicht. Da ist was dran.
Nichts schlimm'res gibt es auf der Welt,
als wenn man sieht, wie wer verfällt.

© Horst Fleitmann, 2015

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Horst Fleitmann).
Der Beitrag wurde von Horst Fleitmann auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.05.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  Horst Fleitmann als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Gwyrn und Axtkämpfer Saxran auf erotischer Wanderung zwischen den Welten - Erotischer Fantasy-Roman von Doris E. M. Bulenda



Ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass ein Besuch auf einer Faschingsparty solche Konsequenzen haben könnte. Eingeplant hatte ich eine Menge Spaß, gern auch frivoler Art. Meine Freundin schleppte mich häufig auf Veranstaltungen, wo auch in der Horizontalen die Post abging. Doch was bei diesem Fasching passierte, war jenseits des Erklärbaren. Irgendein als Magier verkleideter Partybesucher beschwor lustigerweise germanische Götter. Und dann stand ER plötzlich vor mir, ein Typ mit Axt, er wirkte ziemlich desorientiert und nannte sich Saxran. UND er war attraktiv. Ich schnappte ihn mir also. Nicht nur die Axt war recht groß an ihm. Hätte ich allerdings damals schon geahnt, was das noch für Konsequenzen haben würde… Saxran war absolut nicht von dieser Welt, und seine Welt sollte ich bald kennenlernen. Sie war geprägt von Unterwerfung, Schmerz, Lust und jeder Menge Abenteuer.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Das Leben" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Horst Fleitmann

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Gefühle zeigen ... von Horst Fleitmann (Liebesgedichte)
Das brave Kind von Lydia Windrich (Das Leben)
So ein Reinfall ! von Heideli . (Limericks)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen