Andreas Vierk

Schon jetzt

 


Wer von uns beiden bricht den Zauberbann,
den Kreidezirkel unsres weißen Schweigens,
des negativen Magnetismus-Reigens,
des Regens, den man kaum durchschreiten kann?

Wer von uns beiden drückt die kalte Klinke,
hält auf, was stählern schon ins Rollen kam?
Ich kann nicht trauern, fühle keine Scham,
nur Eis und Schrecken, dass ich von dir sinke.

Bald ist mir Nacht und sternenloser Zimt,
wird jede Stimme von den Lippen wehen.
Dann wird kein Atem mehr und auch kein Sagen.

Schon jetzt muss ich dich von mir treiben sehen,
bedauern, dass das Licht schon jetzt verglimmt,
schon jetzt, noch lang vor meinen stillen Tagen.




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.06.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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