Norman Dunfield

Kälte

Der Schnee friert auf den Straßen,
im Streuer friert das Salz,
Kaffee friert in den Tassen,
die Spucke friert im Hals.

Im Ofen glüht die Kohle,
im Becher glüht der Wein.
Wenn ich mir Schnupfen hole,
wird's 'ne Erkältung sein.

Der Bach an uns'rer Quelle
erstarrt in starkem Frost.
Darinnen die Forelle
wird bald zur Tiefkühlkost.

Der Hund hinter der Heizung
kommt lang nicht mehr heraus,
verrichtet auf der Zeitung
Geschäfte jetzt im Haus.

Am Eingang friert die Klingel,
wie könnt' es anders sein,
auch wenn gern jemand möchte,
kommt er nicht mehr herein.

Der Baum draußen im Garten
erträgt die Kälteschlacht.
Er wartet auf den Sommer
und neue Blätterpracht.

Und oben auf dem Schornstein,
da friert der kalte Rauch.
Dort frieren auch die Vögel
vom Schnabel bis zum Bauch.

Es frieren nicht die Haare
und nicht der lange Schopf,
doch wo mal Haare waren,
da friert der kahle Kopf.

Und unten an den Füßen,
hin bis zum dicken Zeh,
lässt Eiseskälte grüßen
und tut unendlich weh.

Im Spukschloss sind die Fenster
schon lang komplett vereist.
Dort frieren die Gespenster
und auch der alte Geist.

Wenn drüben in der Kirche
der Pfarrer beichten lässt,
dann frieren die Gebete
auf halber Höhe fest.

Ganz ohne Wärmequelle
wird man jetzt nicht sehr alt.
In der Friedhofskapelle
ist schon so mancher kalt.

Der Ausweg aus dem Notstand
ist Feuerwehralarm.
Bei einem schönen Großbrand
wird's endlich wieder warm.

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