Norman Dunfield
Novembergedanken
und flattern im diffusen Licht.
Melancholie lässt uns jetzt träumen.
Sommerromantik gibt es nicht.
Die Vogelnester sind verlassen.
Vereinsamt ist die Gartenbank.
Viel Laub liegt jetzt auf allen Straßen
und wird durchnässt vom Wokentank.
Die Äpfel fallen nun zu Boden,
zu schwer für kraftloses Geäst.
Männer sieht man in grünem Loden,
der sie im Sturm nicht frieren lässt.
Die Sonne geht jetzt weite Wege
am kurzen Tag mit langer Nacht.
Den Hühnern friert jetzt das Gelege,
woraus man sonst wohl Küken macht.
Vorbei sind jetzt die heißen Tage
mit kühlem Bier in warmer Hand.
Bald wird der Winter uns zur Plage;
es flöckelt schon am Waldesrand.
Viel kürzer sind die Silberstreifen
am jetzt so dunklen Horizont.
So lässt man die Gedanken schweifen
und fröstelt unter kaltem Mond.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.10.2018.
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