Andreas Vierk

Der Schlaf

(Zweite Version)

 

 

Der Schlaf kann eine Tropfsteinhöhle sein,
die Träume in ihm Drosseln, augenlos,
der Schlaf ein schwerer Apfel voller Moos,
die Träume Tropfen auf dem Schlüsselbein.

Ein Traum bist du, geträumt von tausend Schläfern,
ein Schlaf bist du, der tausend Schläfer träumt,
ein Stier aus Gischt, der an die Mole schäumt.
Ein Traum bist du, zerteilt in Junikäfern.

Zerküsse mich in deiner Poesie!
Mein Atem geht an deinen Mund verloren.
Ich bin an deinem Puls, als war ich nie.

Ganz schattenübernetzt ist deine Haut.
Die Weite schreit in jeder deiner Poren
bis uns der Tod als Mandoline blaut.


 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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