Andreas Vierk

Aus Nepal




Du trägst die Seele wie sie Kühe tragen:
Als Glutpunkt zwischen deinen Augenbrauen
beginnt sie deine Seiten aufzutauen
wie Bronze in den regnerischen Tagen.

Kannst du nur meine Augen widerspiegeln
in deiner Iris abgrundtiefem Braun,
aus meinem Flüstern Felsenklöster bau’n,
um sie mit mit Schnee und Schlüssel zu versiegeln?

Ach, wären deine Wangen Bergkristall
und deine Flanken voller weißer Federn
und deine Stimme Rauschen in den Zedern,

und blicktest du aus einem Wasserfall –
mein Genstrang wäre dann genauso rein,
und würde Gegenlicht und Antwort sein.




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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