Gerhard Krause

Die blaue Traube

 

In einer großen Gartenlaube
hing an der Rebe eine Traube.
Vor Wind und Wetter geschützt
gar viel hat ihr das so genützt,
und prächtig war sie doch gediehen.
sicher behütet seit dem Blühen
die Traube voller Beeren
zu schön um sie gleich zu verzehren.

Kein Vogel hat sich dran gewagt,
die wurden einfach weg gejagt
und auch die Spitzmaus blieb hier fern,
die mag zwar süße Beeren gern
doch unser Kater bei der Nacht,
den Wein und Rebe wohl bewacht
des tags der warme Sonnenschein,
der brachte ihr viel süßes ein.

Die Traube wurde immer länger,
dazwischen wurde es enger,
die waren nicht mehr grün und grau
bald war‘n sie prall und dunkelblau.
und das Gewicht der Traube zog,
die Rebe stark nach unten bog.
Ein jeder der sie angesehen,
sagt: was ist die Traube schön.

Nachts im November kam der Frost,
die Traube war gar sehr erbost,
weil ihr die Kälte nicht gefallen
sich an den prallen Beeren allen
gleich von der Kälte Spuren zeigten
sie zum verschrumpfen neigten.
Da hat sie dann schon sehr gegrollt,
denn so das war gar nicht gewollt.

Gleich nach der nächsten Frostnacht dann,
da kamen sie in der Frühe an,
schnitten die Trauben von den Reben
sie werden mit den andern eben,
gepresst und so total entsaftet,
das hat die Traube nicht verkraftet.
der süsse Saft aus den Beeren
der wird zu einem Wein vergären.

5.11.2018                                           Gerhard Krause

 

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