Georges Ettlin

In Novebernächten zittern alle armen Räuberlein



So dunkel ist der späte Abend für die angsterfüllten, armen Räuberlein
und kommen sie am frühen Morgen?...Es sind doch nur die bösen Bübchen !
Sie schleichen öfters um der Oma Häuschen, fürchten jedes Stäubelein
sie machen oft ein Päuschen, ruhn sich aus in Opas warmen Stübchen.

Nun horch, was raschelt an der Tür so leise und bedeutungsvoll ?
Es ist wohl nicht die greise Nachbarin, die dich besuchen will ?
Du denkst, dass Nachts sie dich auf keinen Fall besuchen soll,
sie raschelt nicht, schnauft leise, duftet schlecht und bleibt ganz still.

Doch oft beim Räuberlein da hörst du laut sein armes Herzchen pochen
es denkt mit Ehrfurcht an die alten Omas,  die schon voller Angst am Boden krochen 
Die haben wohl kein Geld, doch hat es Geld von Ferne schon gerochen
und war sie schwach,  da hat es nur aus lauter Angst der Oma das Genick gebrochen!

***
c/G.E.




 

Alte, schwache Leute leben bei uns in Angst:
Die Welt hat sich zum Schlechten verändert.
Ironie: Auch die Räuber und Diebe haben
Angst. Dadurch entstehen Grausamkeiten.
Georges Ettlin, Anmerkung zum Gedicht

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