Inge Hoppe-Grabinger

Wiederholungen


Zugegeben,
das Leben wäre fürchterlich
ohne Wiederholung,
immer in Furcht vor dem Neuen.
Zugegeben,
man könnte versuchen,
die Wiederholungen einzukreisen,
sich ihrer bewusst zu werden,
sie  abzuschütteln
wie vertrocknetes Laub.
Es entstünden
feine Haar-Risse,
unsichtbar,
kaum merklich nachwachsend,
bis die Spalten sich spalten,
überwuchert von nicht rubrizierten
Gedanken-Gewächsen,
größer werdend,
Staunen erregend,
ANDERS, GANZ ANDERS,
Angst einflößend,
bis man es nicht mehr erträgt
und zurückkehrt zu den
Wiederholungen,
wie immer, wie immer, wie immer ...

5. November 2o18   - ihg -

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Ein Tag im Februar des Jahres 2006. Der EDV- Fachmann Klaus Gruschki kann kaum ausdrücken, was er empfindet, als er seine neugeborene Tochter Leoni im Arm hält. Seine Frau Michaela und er sind die glücklichsten Menschen der kleinen, süddeutschen Provinzstadt und voller Vertrauen in die gemeinsame Zukunft. Doch die Beziehung und das Glück zerbrechen. Auf einmal ist Klaus allein und Michaela mit Leoni verschwunden. Erst nach langer Suche und mit großen Mühen gelingt es dem Vater, Mutter und Kind wieder zu finden und den Kontakt zu Leoni neu herzustellen. Dann entzieht ein bürokratischer Akt dem Vater die gemeinsame Sorge fürs Kind. Gruschki weiß sich nicht anders zu helfen, als seinerseits mit der Tochter heimlich unterzutauchen. Nach einer dramatischen Flucht wird er in Österreich verhaftet und Leoni ihm gewaltsam entrissen. Er kommt in Haft und wird als Kindesentführer stigmatisiert. Doch Klaus Gruschki gibt den Kampf um sein Kind und um Michaela nicht auf …

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