Andreas Vierk

Positionslichter




Wir glommen matt, noch war nicht Finsternis,
obwohl die Sterne schon in Schaum zergingen.
Ein Nordlicht hüllte uns in seine Schwingen,
die es sich selber aus den Seiten riss.

Nicht ein Delfin schmolz in die Nacht am Bug.
Die Mondfrucht schimmerte verfault, verdorben,
da waren wir einander zugestorben
in Brot und Wein und steilem Möwenflug.

Im Kegel der Laterne an der Mole
wuchsen die Schatten über sich hinaus,
so flossen wir in eins zu einem Zwitter


und unter eines Sternbilds Aureole
erlosch, verstummte, schloss sich Haus um Haus.

Wir leuchteten wie Türme im Gewitter.


 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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