Andreas Vierk

Berg



 

Steilwand im Hauch, die unbezwingbar ist,
Schneeleopardin, straff gespannt vor’m Sprung,
Ohnmacht aus siberner Erinnerung,
du Blutspur, Büffels Bug und Widerrist,

du Fahrrad, weiß, aus Meteorgestein,
im Lungenflügel Wasserfall aus Gift,
Steilkurve, Schlaganfall und schräge Drift,
Orgasmenschrei – das alles kannst du sein

und mehr noch –, Stromkreis, Stickstoff, Hummelflug
Kalender der Azteken, Sonnenkreis,
Almabtrieb, Bauernschrank im Wasserwerk,

Miss Monroes Poster, Zahnrad, Flaschenzug –
all dies gefror in deinem Gletschereis,
du Imperativ, Riss im Dasein! Berg!




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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