Horst Werner Bracker

Beschmutzte Kinderseelen - Die Offenbarung

Beschmutzte Kinderseelen – Die Offenbarung
Prosa
 
Draußen vor der Tür,
sitzt ein Junge und weint.
In der Hand ein Blatt Papier
Als ihn ein Goldner Engel erscheint!
 
Schreibe auf, - wer dir ein leidgetan!
Wer deine Seele, dein Herz beschmutzt!
Nenne den Pharisäer, den Kirchenmann.
der deine kindliche Unschuld, ausgenutzt!
 
Der deine Kindheit für immer nahm, Jo-h-a-n-n!
Schreibe auf, tue allen kund, was mit dir geschah.
Solches darf nicht geschehen, Johann!
Schrei in die Welt hinaus, benenne, was keiner sah'-
 
Sch-r-e-i! schrei Johann, auf allen Straßen und Plätzen.
Es gibt 3.670 Johanns im deutschen Land.
Lasst uns die vielen "Opfer - Jungen", wertschätzen.
Reichen wir ihnen in Trauer, unsere solidarische Hand!
*
In der Bibel steht geschrieben:
Wer bei einem Knaben schläft, - wie bei einer Frau,
soll des Todes sterben, sein Blut sei über ihm!
*
In der Bibel steht geschrieben:
Lasset die Kindlein zu mir kommen,
denn sie sind das Himmelsreich!
*
In der Bibel steht geschrieben:
So ihr nicht seit wie die Kinder,
ihr werdet das Himmelsreich nicht erlangen!
*
In der Bibel steht geschrieben. . . . !!
*
Der Priester sagt zu Johann, nach der Chorprobe,
bleib hier, ich möchte mit dir reden.
*
Johann, ein blonder Junge, sieben Jahre alt.
Ein bulliger Priester, mit dickem Schmerbauch,
kommt aus einer dunklen Ecke der Kirche,
geht auf Johann zu, auf der Stirne Erregungsschweiß …,
legt seine grobe Hand in den Nacken des Jungen,
schiebt ihn in einen dämmrigen Raum,
gleich neben den Altar und der Kanzel.
Viele heilige Figuren stehen in den Raum,
ein beklemmendes Unwohlsein steigt in ihm auf.
Er meint, die Figuren schauten ihn an, - sie weinen!
Mitleid liegt in ihren Blicken!
 
Der Priester ergreift die Hand des Jungen,
schiebt sie in seinem Hosenbund.
Das "Weiß Fett", ist warm und eklig, feucht.
Johann spürt an den Fingern die Scharmhaare . . . !
Sein Körper erstarrt, was geschieht mit mir, was?
"Priester, - was machst du mit mir?"
"Ich will das nicht!"
"Gott schaut zu!"
Die Hand, des diabolischen Priesters packt fester, zu.
Eckel und Scharm packt den Jungen.
Kalte Schauer malträtieren seinen Rücker.
Eine wohl anerzogene Hochachtung,
dem Mann Gottes gegenüber lässt ihm alle Pein ertragen.
Eine halbe Stunde später - aaach! aaach!
Das Ungeheuer lässt ab von seinem Opfer.
Geh, - Johann und kein Wort zu anderen!
Sonst wird der Herrgott dich strafen, verstanden?
Johann verließ die Kirche.
Die Hand, die in den Priester Hose gesteckt hatte,
hielt er abgespreizt vom Körper.
Die Leute im Dorfe fragten ihn, ob er sich verletzt habe?
Zu Hause angekommen, wusch er sich eine halbe Stunde lang
den Arm! Immer wieder ließ  er das kalte Wasser über seinen Arm laufen.
*
Wie in vielerlei Hinsicht lässt sich die Bibel eben auch beim Thema Homosexualität unterschiedlich auslegen und interpretieren.
Matthew Vines ist bei weitem nicht der Erste, der mithilfe der Bibel versucht, gegen die kirchliche Ablehnung von gleichgeschlechtlichen Paaren vorzugehen. Das macht seinen Ansatz aber nicht weniger bedeutsam. Im Gegenteil.
Der Begriff "homosexuell" entstand erst Ende des 19. Jahrhunderts.
Das Wort "arsenokoitai" ist in vielen Fassungen der Bibel als "homosexuell" oder "homosexuelle Perversion" übersetz worden. Doch als Paulus die Passage angeblich schrieb, existierte das Wort noch gar nicht. Homosexualität wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts als Begriff geprägt.
Taten und Eigenschaften die Menschen für das himmlische Reich disqualifizieren. Dazu zählen insbesondere die griechischen Wörter "malakoi" und "arsenokoitai". Sowohl 1. Korinther 6:9 als auch 1. Timotheus 1:10 beinhalten Listen darüber, welche,
Das Wort "malakos" wird häufig als "der männliche Homosexuelle" übersetzt, obwohl es nicht eindeutig diese Bedeutung hat. Eine denkbare Übersetzung wäre auch "Weichling" - so steht es zum Beispiel in der deutschen Übersetzung (Luther 1912).
"Ja, Paulus hat keine positive Einstellung gegenüber gleichgeschlechtlichen Beziehungen", sagt Vines. "Aber der Kontext, den er beschreibt, ist weit von Homosexuellen in festen, monogamen Beziehungen entfernt. Paulus kritisiert hier lustvolle Handlungen. Aber er schreibt nichts über Liebe, Hingabe und Treue."
"Darum haben sie auch Gott dahingegeben in schändliche Lüste", wird der Apostel Paulus dort zitiert. "Denn ihre Weiber haben verwandelt den natürlichen Brauch in den unnatürlichen; desgleichen auch die Männer haben verlassen den natürlichen Brauch des Weibes und sich aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn sein sollte) an sich selbst empfangen." (Römer, Kapitel 1: 26-27)
Dass wohl Bekannteste stammt aus dem dritten Buch Mose (auch Leviticus genannt), Kapitel 19 und lautet:
("Die Studie, die am 25.9.18 in Fulda vorgestellt wurde, gibt Aufschluss über die Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Kleriker im Verantwortungsbereich der Deutschen Bischofskonferenz. Demnach wurden von 1946 bis 2014 in Deutschland 3 677 Kinder und Jugendliche Opfer von sexuellem Missbrauch. Beschuldigt werden 1 670 Geistliche. Das Forschungsprojekt, das im Jahr 2014 im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz begonnen und nun abgeschlossen wurde, verfolgte einen interdisziplinären Ansatz: Experten aus den Fachbereichen Kriminologie, Psychologie, Soziologie, Psychiatrie und Forensik arbeiteten zusammen, um das Ausmaß sowie die Formen des Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche zu untersuchen. Alle 27 Diözesen Deutschlands hätten sich zur Teilnahme am Forschungsprojekt vertraglich verpflichtet, so die Urheber der Studie.")
(ARD Bericht)
*
.//. diverse Recherche/ein Bibelstudium aus den 60. Jahren war hilfreich. (Stark gekürzte Fassung)
Bild: clip

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