Andreas Vierk

Im Klee am Grund der Kehle



 

Im Klee am Grund der Kehle sind ertrunken
die Liebe und die Freundschaft und die Treue.
Am Schulterblatt verbrannte jede Bläue,
als würde Puls sich in Orangen tunken.

Und so erstickte ich an deiner Seite.
Glühwürmchen sangen in den Lungenflügeln.
Ich goss mich aus wie Milch in Farn und Hügeln
und wurde Apfelduft und Schwalbenweite –

Zuerst beschwerten mich noch Wut und Trauer.
Die alte und die neue Welt erblassten,
und ich entblätterte mich Schicht um Schicht

und wurde deinen Augen ungenauer,
die mich zuletzt noch schemenhaft erfassten,
dann floss ich ein ins Sommersonnenlicht.




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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