Andreas Vierk

Bhakti




Ich bin aus Panik in mir eingeschlossen
und in mir habe ich mich selbst zum Feind.
Wie Milch, die in ein blindes Auge scheint,
bin ich als Atem in mir eingegossen

und ruf: „Ich bin verwundet, so wie du.
Gehäutet brennen wir wie hundert Sonnen.
Mein Feuer ist in deinem Hauch zerronnen.
Nun schmilz in mich und schließ die Türe zu.“

So breche ich mich auf. Doch ich verliere.
Ich sink vom Zwerchfell bis knapp übern Nabel
und werde mir zum Yoga der Ballance.

So tanze ich mich aus und implodiere.
Ich schmelze. Ich bin Flug und Licht und Schnabel.
Ich stürze in die Seele. Sie ist Trance.




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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