Brigitte Waldner

Die Räuber


Als Zeugen setzten sich zur Wehr
die Puppe und der Teddybär.
Die Katzen nässten alles an
aus Angst vor einem Räubersmann.

Wer soll es wohl gewesen sein?
Wer stieg am Tag beim Fenster ein?
Der Räubersmann ist sehr beliebt,
das Fenster war vielleicht gekippt,

er hebelte es blitzschnell aus
und stieg in das begehrte Haus,
nahm sich die Schlüssel gern zur Hand,
man hat es ja voraus geahnt,

dass sich der Vorfall wiederholt,
er weiß, er findet hier kein Gold,
das nahm sein Vater damals mit,
sie nutzen Chancen gleich zu dritt.

Zur Mittagspause kommt er heim,
und steigt mal schnell daneben ein,
bedient sich flott an all dem Kram,
empfindet leider keine Scham.

Das nächste Mal sperrt er die Tür,
geklaute Schlüssel passen hier.
Die Kameras sind für die Katz,
ach, Rudolf findet jeden Schatz!

Die Eheringe hat er schon,
aus purem Gold, 5 Stück davon,
die Polizei, das wohl gemerkt,
hat diese Räuber noch bestärkt.

Mit Schraubenzieher in der Hand
kommt Rudi immer angerannt,
und stiehlt, was es zu stehlen gibt,
das ist sein Sport, den er sehr liebt.

Die Beißzange hat er dabei,
und mit dem Hammer schlägt er frei,
was Niet- und Nagelfestes ist,
hier steht es, dass man das mal liest.

Und es passiert ein jedes Jahr,
am Schleichweg kommen sie, fürwahr,
man hat davon die Schnauze voll
weiß nicht, was man noch machen soll,

damit das mal ein Ende nimmt,
der nächste Einbruch kommt bestimmt.
Die Räuber sind gut aufgestellt.
Sie tun nie nichts, wird dann erzählt.

Geklaut wird, was man tragen kann,
zwei Rauchmelder war‘n auch schon dran,
Geräte, Werkzeug, Schmuck und Geld,
das Bettzeug und was sonst noch fehlt.

© Brigitte Waldner

Foto: © Brigitte Waldner „Die Räuber am Schleichweg“
 

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