Anita Namer

Er ist seinen Verletzungen erlegen....


Er ist seinen Verletzungen erlegen, lesen wir oft und meinen - durch seine körperlichen Verletzungen kam jemand zu Tode.

Wie oft jemand seinen seelischen Verletzungen erliegt, erkennen wir selten.
Wie tief sind oft diese Wunden - und werden nicht beachtet - nicht von uns selbst und nicht von den anderen, weil sie nicht sichtbar sind und weil wir Meister darin sind, sie zu verbergen.
Deshalb bekommen diese Wunden auch wenig Beachtung - kein Pflaster, keine Salbe und keinen Verband.
Es gibt Zeiten, da stochern wir selbst darin herum – fühlen uns wieder und wieder aufs Neue verletzt, holen die Bilder und Gefühle hervor, frischen die alten Geschichten auf. Auf diese Art kann nichts heilen.
Meistens wurden nicht nur wir verletzt, sondern haben wir selbst auch verletzt.
Ohne es zu merken, ohne dass wir überhaupt eine Ahnung davon haben.

Wenn wir die Vision einer friedvollen Welt irgendwann leben wollen - wird es Zeit, sie bei uns zu beginnen. Jetzt, heute, diese Sekunde.
Wir können über die Wunden Brücken bauen, uns die Hände reichen und gegenseitig Verständnis und Verzeihen schenken.
Mit dieser neu gewonnenen Freiheit ist es möglich, Wunden zu heilen, auch wenn manchmal Narben bleiben. Mit ihnen können wir wachsen - in eine Welt voller Wunder.

© A. Namer

Der Text bezieht sich sehr weitläufig...
Es gibt soo viele Verletzungen, von denen wir keine Ahnung haben. Zwischen Eltern und Kindern, zwischen Freunden, zwischen Arbeitskollegen, zwischen Gruppierungen, Völkern, Städten, Ländern....
Wie viel reden wir über unsere Verletzungen?
Graben wir sie in uns ein? Wie oft graben wir sie wieder aus und "benutzen" sie zu irgendeinem Zweck?
Es ist nicht üblich, darüber zu reden. Habe ich überhaupt eine Ahnung, was meine Kinder, meine Eltern - alles so bewegt? Würden sie es mir sagen, wenn ich sie verletze - oder haben auch sie wieder Angst, dass ich verletzt reagiere?
Es ist ein großer Kreislauf...
Wie viel von "alten Verletzungen" aus Kriegen vergangener Zeiten wirken noch "in oder auf uns?"
Eine Gedankenreise....um in sich hineinzuspüren....
Ich habe gerade folgenden Spruch gelesen: "Gesang ist die eigentliche Muttersprache der Menschen ...." Es gibt noch viel mehr, was uns alle verbindet....
Anita Namer, Anmerkung zum Gedicht

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Anita Namer).
Der Beitrag wurde von Anita Namer auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Buch von Anita Namer:

cover

Perlen der Seele von Anita Namer



Alles was uns ausmacht ist das, was wir in unser Leben mitgebracht haben und was wir in ihm erleben. Die Autorin schreibt über Gefühle, die uns im Leben so begegnen: Liebe, Freude, Trauer, Leid, lachen, weinen, hüpfen, springen, fühlen und lebendig sein. Sie möchte Impulse setzen, die die Seele berühren und zum Nachdenken anregen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (4)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Erfahrungen" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Anita Namer

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Ja, ich will von Anita Namer (Lebensfreude)
Der Sinn des Lebens von Karin Lissi Obendorfer (Erfahrungen)
~~~ Meer ~~~ von Karin Schmitz (Gefühle)