Andreas Vierk

Milch und Wasser




Was bin ich? Hall und Welle, Ruderriemen?
Kann man mich noch mit Indigo bezahlen?
Zwar sterbe ich wie Milch in Sonnenstrahlen
und Fische saugen mich in ihre Kiemen,

doch bin ich weder Milch, noch Duft, noch Schatten
und auch nicht Echo in den Kormoranen,
in den Laternen und den bunten Fahnen
und in den Abfallkörben und den Ratten.

Und ich ertrinke nicht im Frauenhaar,
noch singe ich aus einer Trauerweide,
denn meine Farbe ist illusionär,

halbtransparent, als wenn ich Perlmutt wär.
Doch Tod und Höckerschwan: sie irren beide,
weil ich nicht bin und nie geboren war.





 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Andreas Vierk).
Der Beitrag wurde von Andreas Vierk auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Buch von Andreas Vierk:

cover

Septemberstrand: Gedichte Taschenbuch von Andreas Vierk



Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Vergänglichkeit" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Andreas Vierk

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Irisches Lied von Andreas Vierk (Jahreszeiten)
Der Rittersmann von Rita Höhne (Vergänglichkeit)
Meeresrauschen von Lisa Nicolis (Beziehungen)