Bernhard Pappe

Danach (Postumer Gastbeitrag Nr. 6 von Aniger)

Warte,

bis der Sommer

seine sengende Glut verströmt hat,

bis der Herbst

die trockenen Blätter durch die Straßen gefegt.

Wenn der Schnee

die Welt in strahlendes Weiß verwandelt,

dann komm an mein Grab.

 

Warte,

bis die Früchte der Eiben

Blutstropfen gleichen,

die Schneedecke schmücken,

warte,

bis Schneeglöckchen ihre Kraft

an frühe Sonnentage verschwenden,

dann komm an mein Grab.

 

Warte noch –

besuche mich nicht.

Es gibt nichts mehr zu tun.

Begrabene Hoffnung

kehrt nicht heim.

Und Tränen,

die du nie geweint,

bringen mich nicht zurück.

Erinnere Dich,

dann komm an mein Grab.

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