Heinz-Walter Hoetter

Wo bist du Gott oder bist du tot?

Der Tod, er kann nicht sterben, solange es noch die Menschen gibt.

In jedem neuen Leben, das geboren wird, auch schon das Ende liegt.

 

Wer stellt die Fragen nach dem Sinn des Lebens, wenn alles sterben muss?

Die Natur, sie lockt mit mächtigen Trieben, sie ist pure Lust in einem Guss.

 

Dem Wahn der Freiheit geben wir uns hin und sind doch nur Narrenfinder.

Wir streben alle nach dem Glück, zu oft sind wir nur unsere eigenen Schinder.

 

Wir wollen stets das Gute und richten uns auf Erden hier ganz gemütlich ein.

Wir suchen nach der Sicherheit, die es nicht geben kann in diesem Dasein.

 

Im großen Fluss des Lebens treiben wir dahin, einem fernen Ziel entgegen.

Unaufhörlich die Zeit vergeht. Wo geht sie hin? Ja, die Frage ist verwegen.

 

Ringsum die Schöpfung, wir bestaunen und lobpreisen sie in vielen Liedern.

In allem steckt das Werden und Vergehen, so auch in unseren eigenen Gliedern.

 

Woher wir kommen, das werden wir Menschen nie voll und ganz erfahren.

Es gibt in dieser Welt der Natur und ihren Gesetzen so viele Todesgefahren.

 

Was wir hier sollen? Auch diese Frage erhellt unseren suchenden Geist nicht.

Wohin wir gehen? Wer weiß die Antwort, wo finden wir sie in welchem Licht?

 

Sind wir allein in den unendlichen Weiten des Alls, hier im eiskalten Raum?

Das Leben will trotzdem leben, macht einfach weiter so, man glaubt es kaum.

 

Ich stehe allein hier draußen am Strand eines Meeres im tiefen Abendrot.

Alles kreist in mir um die bange Frage: "Wo bist du Gott oder bist du tot?"

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

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