Brigitte Waldner

Wer fürchtet sich vorm Räubersmann?


Seht, da kommt der Räubersmann,
einer der schnell laufen kann,
und das Fenster hebelt aus
und dann einsteigt in ein Haus.
Alle Laden öffnet er,
und die Kästen und noch mehr,
er durchwühlt das ganze Haus,
und den Stecker zieht er raus

aus dem Tiefkühler im Bad,
und beschützt wird seine Tat
von den Eltern, die den Sohn
ausgebildet haben schon,
aufgezogen kriminell,
mit dem Teufel in der Seel,
ruckzuck plündert er ein Haus,
und dann steigt er wieder aus,

nimmt sich schöne Sachen mit,
Geld, und was vor ihm nicht flieht,
wie die Schlüssel, die er fand
mit der regen Räubershand,
die ein Doppelleben führt,
nichts bleibt von ihr unberührt.
Kommt demnächst sehr fit zurück,
und sie klaut sich Stück für Stück.

Alte haben es nicht leicht,
weil man Plünderer nicht bräucht.
Ruft man mal die Polizei,
kommt die nicht einmal herbei.
Ach, man hat verwirrt geträumt,
zu viel Bier sich aufgeschäumt,
Räubersmann war gar nicht da,
seht nur, seht, was hier geschah.

Ruft man einen Schlüsseldienst,
meint der auch noch: „Hirngespinnst“,
nagelt dich fünf Tage fest,
wo er dich nur warten lässt.
Bis man es mal endlich checkt,
ist die Plünderung perfekt,
und das Chaos ist nicht schön,
und man hat es durchzustehn.

Ruf den nächsten Schlüsseldienst.
Neue Schlösser. Du bezahlst!
Endlich einer, der dir glaubt,
und dir nicht noch Nerven raubt.
Du bezahlst für Sicherheit,
und das ist wohl sehr gescheit.
Trotzdem ist man immer dran,
wohnt der Räuber nebenan.

© Brigitte Waldner

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.11.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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