Robert Nyffenegger

Familie Poesie

Die Poesie sitzt auf dem Thron
Mit einem milden Grinsen.
Die Poesie, was ist das schon:
«Ich lieg längst in den Binsen»

Der Onkel Vers kann es nicht glauben,
Was alles heute möglich ist.
Es tut ihm seine Sinne rauben
Und denkt, das ist doch alles Mist
 
Dem Neffen Reim schlägt`s aufs Gemüt,
Er fühlt sich übergangen.
Er ist von adligem Geblüt,
Reimlos stiehlt das Verlangen.
 
Die Tante Strophik kommt ins Grübeln
Und denkt, das wusste ich noch nicht.
Doch dürft das keiner mir verübeln,
Ich sah es nie in diesem Licht.
 
Cousine Metrik, die macht schlapp,
Beim po-esievoll Stottern.
Nach einem kurzen letzten Schnapp,
Beginnt sie mit dem Schlottern.
 
Pa Klang, der hat das längst geahnt.
Heut ist doch alles Poesie.
Denn nichts wird heute angemahnt,
Das wäre reine Häresie
 
Mu Sinn, sie schlägt `nen Purzelbaum,
Das ist für sie nicht neu.
Ob Raum, ob Schaum, man glaubt es kaum
Ist stets nur blosse Spreu.
 
Die Poesie wischt sich die Tränen,
Die Wahrheit, die tut weh.
Sie möchte nebenbei erwähnen:
Wär Nonsens doch wie Schnee.
 
Und das ist Schnee – Herrjemine!
 

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