Siebenstein

Tyrannei


Manch einer denkt,
dass Beharrlichkeit Hofffnung bringt.

Doch erst die Hoffnung begruendet eine Beharrlichkeit.
Drum ueberpruefe der Gedanken Welt.

Erzeugt ein Erlebnis tiefes Trauma,
oder hat man Selbstbeherrschung nicht geuebt,
wird die diffuseste Sehnsucht zum Verlangen,
das ueber die Vernunft dann siegt,

gegfolgt von der Begierde,
welche dann Besessenheit
ihren skrupellosen Weg bereitet.

Tyrannei daraus erwacht,
erbaut das Haus scheinheiliger Schreckensherrschaft.

Kontrollverlustangst durch falsche Gedanken
hat in ihrem Schlepptnetz viele Verzweifelte.

Sterblichkeit, Leid und Tod
dauerhaft legitimierende Ideen,
koennen nur im Gehirn eines Boesen entstehen.

Solche waehnen
im verbuerokratisierten Organisations-Ablauf Liebe,
verlangen
freiwilligen Gehorsam im auferlegten Gefuege.

Wer sich wegen offenkundiger Fehler beschwert,
wird als Friedensstoerer heiliger Ordnung stigmatisiert.

Bied´mannmeier  als "Brandstifter"  bermerkt kaum
das von ihm geschaffene Paradoxon,
fuehrt selbst offenbarte Wahrheit
in der Wirkung ad absurdum.

Das Gewissen, wenn auch abgeschwaecht,
zeigt, dass die boese Tat Selbstbestrafung  ist.

Dem Uebeltaeter zu vergeben,
bewirkt  gluecklicher werden.

Trotz Bedrueckung Glueck anzustreben,
kann den Boesen beschaemen.

Der Gute jagt der Freiheit Jehovas nach,
die er durch sein Bibelwort ueber seinen Christus offenbart.

Doch ein Jaeger nach dem Frieden bleibe auf der Hut,
weil in jedem Herzen einer sterblichen Seele
ein seltsamer Bied´mannmeier 
gar als Maxim´ in Frisch´ teils ruht.

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