Robert Nyffenegger

Das Tattoo

Selbst wenn man achtzig Jahre hat,
Auf Buckel oder so,
Hat man die Jugend noch nicht satt,
Man sitzt doch noch im Stroh.
 
Ein Tattoo ja, das fehlte noch,
Am Hals und nicht am Arsch.
Ein Herz mit Pfeil, das wär es doch,
Dann macht` ich den Durchmarsch.
 
Und siehe da, man glaubt es kaum,
Wie werde ich bewundert.
Es ist für mich, als wie im Traum,
Ich glaub, ich werde hundert.
 
Man spricht mich an und sagt wie geil,
Wer hat den Pfeil geschossen?
«Ich halt mein Herz für jede feil,
Bin doch nicht so verdrossen.»
 
Da seht ihr nun, welch Kleinigkeit,
Es braucht um aufzufallen.
Wie man der holden Weiblichkeit
Und sich tut den Gefallen.
 
 

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