Inge Hoppe-Grabinger

Ein Mann namens Merz


Ein Mann namens Merz und sehr bekannt,
ganz schön reich und hat auch Verstand,
verlor mal sein notebook, oh Schreck,
am Bahnhof, schon war es weg.
Drauf waren die Daten
von Polit-Akrobaten,
von Kanzlern, Ministern und
Leuten, die flüstern,
und Managern vielen,
die mit Börsen spielen ....

Ein Verlust, ganz, ganz grässlich
fast unermesslich!
Doch das Wunder geschieht
auf dem Bahnhofsgebiet:
Ein Penner - oder waren es zwei? -
übergab(en) das Ding der Polizei.
Der Mann namens Merz war sehr gerührt,
da hat er den Sinn des Lebens gespürt.
Die Tränen liefen, vielleicht auch nicht,
denn nun kommt das Ende der Geschicht.
Herr Merz hat noch lange nachgedacht,
was Obdachlosen wohl Freude macht.
Er schneuzte sich ins Taschentuch:
KEIN GELD, KEIN BETT, nein, nein, ein Buch!
Ein Buch, geschrieben von eigener Hand:
"Die Illusion vom Wohlstand im eigenen Land!"      x)

x) Nicht ganz genau zitiert!

Gelesen in der Berliner Zeitung vor wenigen Tagen.
Es soll keine erfundene Geschichte sein! Liegt
auch schon etwas länger zurück ...

3O. Nov. 2o18   - ihg -

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