Jürgen Wagner

DER ALTE BRUNN

 

Der alte Brunn, an dem wir standen,

war so dunkel und so leer

Nur ein Schimmer ganz tief drunten

ließ uns ahnen, was da wär

 

Der alte Brunn, in den wir schauten,

war so still und abgrundtief

Doch gab er Antwort einem jeden,

der hier lauschte, der hier rief

 

Der alte Brunn am Weltenbaume

ist Lebensquelle Tag um Tag

So ist der Born in uns lebendig,

quillt und strömt ganz ohne Frag

 

Der Urbrunnen war bei unseren Vorfahren die Quelle des Lebens, die den Weltenbaum tränkt. Zugleich war er der Brunnen des Riesen Mimir, der Wissen und Weisheit in sich trug. An ihm weilten die Nornen, die die Schicksalsfäden spannen. Ein sehr stimmiges Bild für das, was wir an Tiefe in uns tragen.

 

Ein Video zum Gedicht: https://youtu.be/pby3tXkOdXc

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.12.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Spiegelungen des Daseins: HImmel und Erde: Hommage an das Leben von Jürgen Wagner



Die Gedichte aus den Jahren 2013-16 erzählen von der ‚Hochzeit‘ von Himmel und Erde. Ob in der kraftgebenden Schärfe des Rettichs oder in der Vitalität der Jahrtausende schon lebenden Eibe, ob in der Weisheit alter Geschichten oder im Wunder der Liebe, ob in spirituellen Erfahrungen oder in den Weiten des Alls: überall begegnen sich Licht und Dunkel, oben und unten. Unsere gewohnte Alltagswelt bekommt etwas von ihrem wahren Glanz wieder, wenn wir uns ein Stück dafür öffnen.

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