Jürgen Berndt-Lüders

Alter Mann und alte Frau

Dieses Gedicht ist im 3/4-Takt geschrieben. Bitte einen langsamen Walzer tanzen

Frühmorgens, wenn ich auf mein Spiegelbild schau,
zufrieden mit mir und der Welt, denke ich,
ganz flott bist du noch, doch dir fehlt eine Frau,
allein von den Fakten her, an und für sich.

Nicht, dass mir nicht wohl ist, das ist schon der Fall,
mein Tag läuft geregelt, die Kohle stimmt auch,
doch bei den Gewohnheiten hab ich nen Knall,
ich handle nach Zwängen und nie nach dem Bauch.

Die Zwänge entstanden im Laufe der Jahre,
ganz nach der Erfahrung, nach Logik und Sinn,
ich tu das, womit ich am besten stets fahre,
und niemals, womit ich am glücklichsten bin.

Ich schenk mir, was ich dann frühmorgens so mache,
sekundengenau und nach Plan und nach Sinn,
wobei ich dann meist und selbst über mich lache.
Doch in diesem Turnus bin ich nun mal drin.

Ner Frau geht’s doch sicher genauso wie mir,
nur dass die Gewohnheiten andere sind.
Im Sommer steh ich manchmal auf gegen vier,
die Frau denkt ganz sicher, der Alte, der spinnt.

Vielleicht geht sie shoppen, ich selbst shoppe nicht.
Sie braucht meinen Rat für das Zeug, was ihr steht,
die Schönheit des Zeugs hat für mich kein Gewicht,
der Zweck ist’s, um den es bei mir ständig geht.

Die Zweckmäßigkeit muss doch vorrangig gelten,
für Kleidung und Frauen, erst das macht doch Sinn,
ja, sicherlich sind es verschiedene Welten,
doch ich bin in mir unabänderlich drin.  

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