Brigitte Waldner

Räuberadvent


Advent, Advent, der Räuber rennt,
er läuft, so schnell er laufen kann,
dann springt die Kamera nicht an.
Er rennt tagtäglich her zu mir,
und macht nicht halt vor meiner Tür,
erbeutet meine Sachen dann.

Sein Vater geht zu mir ins Haus,
und sucht das Beste alles aus,
mit lauter illegalen Schlüsseln.
Mit meiner Leiter sah ich ihn,
und sah ihn mehrmals, laufend hin,
beim Stehlen meiner Schüsseln,

und viel Geschirr aus Porzellan,
das sieht man diesem Gauner an,
er plünderte die Vorratskammern
mit Hand- und Badetüchern,
mit Bettwäsche samt ein paar Büchern,
was nützt mir jetzt das Jammern?

Was neu ist, nahm er alles mit,
das Räubertrio werkt zu dritt,
und ließ die Schachteln hier zurück,
gefüllt mit lauter Plastikmüll,
und Leergut Gläser auch sehr viel,
ich sah es nicht am ersten Blick.

Der Räuber rennt auch im Advent
und raubt sein Opfer aus. Er kennt
Erbarmen nicht und hat Erfolg.
Was mir am wenigsten gefällt,
der Räuber Rudi hat viel Geld,
und Schmuck in Silber und in Gold.

Er weiß, er findet alles hier,
mein Werkzeug, Lebensmittel, Bier,
den ganzen Hausrat gleich mal vier.
Mein ganzes Erbe nahm er mir,
das Christkind kann ja nichts dafür,
dass ich Besitz und Gut verlier.

Sein Vater macht mir viel kaputt,
ich weiß nicht, warum er das tut,
ich denke, er ist krank im Kopf.
Für 300 Jahre reichlich Zeug,
wem nützt es, wenn ich es verschweig?
Bekleidung, Nähzeug, Knopf.

Was mir die Polizei nicht glaubt,
das haben die schon längst geraubt,
so nebenbei und ungeschaut.
X-Tausend Euros und noch mehr
das alles, alles hat jetzt er.
Er hat sein Opfer umgehaut.

© Brigitte Waldner

© Fotos „Ein Bruchteil vom Müll und leere Schachteln, hinterlassen von den Räubern“
 

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