Robert Nyffenegger

Hunger und Durst

Das grösste Übel dieser Welt
Ist doch die Akorie. *
Man stillt sie zwar mit etwas Geld,
Doch Zeit, die hat man nie.
 
Drum isst man stets und überall,
Auf Strasse, Tram und Bus.
Man kaut und schmatzt auf jeden Fall
Dem Mitmensch zum Genuss.
 
Verdursten kann man auch ganz schnell,
Selbst mitten in der Stadt.
Drum ist man in der Birne hell,
Man stets `ne Flasche hat.
 
Man schnabuliert und diskutiert,
Von morgens früh bis spät.
Man würgt und rülpst ganz ungeniert,
Wozu uns jeder rät.
 
Wenn keiner mehr verdursten tut
Und nicht einmal verhungern,
Dann liegt das wohl in unserm Blut,
Weil wir nicht herumlungern.
 
*Akorie = Gefräßigkeit, Hunger
 
Motto als Limerick:
 
Weil alles so eilt stets auf Erden,
Und keiner will hungrig mal werden,
Isst Mensch wie ein Schwein.
Stopft alles hinein.
Und wird so zum Rindvieh mal werden.
 
 

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