Brigitte Waldner

Rudolf Räubernig


Der Rudolf kam mit Pflasterstein
und schlug mein Kellerfenster ein,
um einen Einbruch vorzutäuschen,
er hatte längst geklaute Schlüssel.

Er plünderte den Keller aus,
den Pflasterstein ließ beim Haus,
sein Vater räumte alles um,
ich stehe da und schaue dumm.

Mein Keller ist jetzt zugemüllt,
mit lauter Leergut angefüllt,
und alles liegt im Chaos her,
ist ruiniert und vieles mehr.

Er plünderte die Kästen aus
von überall in meinem Haus,
er nahm die Kerzenständer mit,
er packte seiner Schwester Margit

das Auto voll mit schönsten Sachen
von mir und ich kann gar nichts machen.
Das ist für Unbeteiligte egal,
sie finden es sogar normal.

Er plünderte die Schachteln aus
von überall in meinem Haus,
verschob die Ziegel auf dem Dach,
man hörte nichts, es rauscht der Bach.

Der Regen hätte viel zerstört,
doch das hab ich noch abgewehrt,
die Ziegel hab ich eingebracht,
noch vor der nächsten Regennacht.

In jedem Zimmer ist jetzt Müll
und ausgeplündert auch sehr viel.
Ich weiß nicht mehr, wie ich es schaff,
das Chaos macht mich täglich paff.

Die Sachen, die ich halt so brauch
und alle Vorräte wohl auch,
mein Geld, mein Gut, dahin, dahin,
ich bin des Räubers Nachbarin!

Gestohlen ist mein schönes Zeug,
und dieser Räuber ist noch feig,
er steht nicht mal zu seiner Tat,
er leugnet alles akkurat,

mit Gift wird dann auch noch versucht,
mich loszuwerden. In die Schlucht
zu werfen war sogar ein Plan,
wann fängt die Polizei zu handeln an?

Muss ich erst tot sein oder was?
Was geht hier vor, ganz ernst ist das;
ich werde lange schon bedroht,
der Nachbar arbeitet am Tod.

Er macht das alles nicht allein,
mit Vater, Mutter, Schwesterlein,
als Räubertrio und Quartett,
sehr kriminell, wie es nur geht.

© Brigitte Waldner

Foto: © Brigitte Waldner   "Einige der mir u.a. geklauten 50 cm großen Porzellanpuppen"


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